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2015 – ein Rückblick

2015 war für mich ein Jahr der Extreme. Ich war dieses Jahr extrem traurig und entmutigt, habe dann aber dank vieler freundlicher Menschen und Unterstützung meinen Weg aus dem Tief gefunden. Es verändert sich so einiges, wenn man sein Leben und die letzten Jahre überdenken muss und mit 28 einen neuen Weg einschlagen muss. Ich habe gegrübelt und ich habe geweint. Ich habe geredet und ich habe darüber gelacht. Unsere kleine Traumhochzeit und deren Planung hat mir geholfen, nicht im tiefsten Loch zu versinken, denn der Gedanke zu meinem wundervollen Ehemann nochmal JA sagen zu dürfen, hat mich irgendwie gerettet. Niemand hat mir so viel zugehört wie mein Mann, hat mich so oft aufgebaut und immer wieder ermuntert meinen Weg zu suchen und zu finden. Ich machte mir Gedanken, was mir Spaß machen würde und worin ich mich sehen würde. Was mir in dieser Zeit sehr viel geholfen hat war das Schreiben. Schon immer war es für mich eine Art Zuflucht, Meditation und Entspannung. Also fing ich an. Nicht nur Artikel für meinen Blog,  sondern …

Hab Sonne im Herzen

Hab Sonne im Herzen, ein Spruch der gerade bei diesem herbstlichen Wetter, bei dem man sich einfach nur einkuscheln möchte, irgendwie unpassend erscheint. Den November mag ich ehrlich gesagt gar nicht. Er ist für mich irgendwie ein Lückenbüsser zwischen Herbst und dem Advent. Das Wetter ist mies und es ist dunkel. Die Blumen im Garten sind matschig und auch von der wunderschönen Farbenpracht der Blätter ist kaum noch was übrig. Kein Wunder also, das im November die meisten Herbstdepressionen ausbrechen. Unser Körper sehnt sich nach Sonne und wir trauern den schönen Stunden nach. Für aufmunternde Weihnachtsdekoration ist es noch zu früh und irgendwie hat es sich auch eingebürgert, dass man mit der weihnachtlichen Stimmung erst nach dem Totensonntag anfängt. Irgendwie muss man sich also motivieren und versuchen dem Grau des Novembers zu entkommen. Ich lese dazu einfach unglaublich gerne Gedichte. Eingemummelt auf der Couch, mit einem leckeren Tee, versuche ich nicht nur die Literatur für mein Studium zu bewältigen, sondern auch mich selber bei Laune zu halten. Man könnte nun dazu Romane lesen und sich …

Gehe ich nach links, rechts oder sogar geradeaus?

Ich schließe meine Augen und sehe sie genau vor mir; es ist eine lange Straße und sie mündet in einer Kreuzung. Wieder einmal stehe ich in meinem Leben an einem Punkt voller Entscheidungen. Gehe ich nach links, recht oder sogar gerade aus? Ein Blick nach hinten, zeigt mir meine vergangenen Entscheidungen. Bei manchen muss ich lächeln, andere machen mich traurig oder sogar wütend. Zu keiner dieser Kreuzungen kann ich zurück, den wenn man sich einmal einen Weg ausgesucht hat, verändern sich die Kreuzungen immer wieder. Als Kreuzung bezeichnet man den Schnittpunkt von zwei oder mehreren, aus verschiedenen Richtungen kommenden, sich schneidenden Fahrbahnen.   Mein Herz klopft ein wenig schneller, wenn ich auf meine Kreuzung zu laufe und ich frage mich, wie es wohl diesmal sein wird. Natürlich steht sie für einen Wendepunkt in meinem Leben. Sie ist mal kleiner oder mal größer. Die Wege erscheinen mal freundlicher und locken mich mit grünen Wiesen oder bunten Farben, manchmal ist es aber auch nur ein schmaler Pfad der durch ein dunkles Dickicht zu gehen scheint. Früher habe …

Und da bellt er noch der Schweinehund…

Manchmal steckt man einfach fest. Und ehrlich gesagt, so ging es mir in letzter Zeit. Nicht das ich zu wenig zu tun gehabt hätte, nein ganz im Gegenteil! Seit ich mit meinem Studium angefangen habe, ist plötzlich so einiges mehr zu tun. Dazu kommt unser Haus, der Garten, mein Blog, soziale Kontakte und plötzlich, man weiß gar nicht so wirklich warum, hat man das Gefühl, man muss sich eine Sekunde hinsetzten, damit man nicht untergeht. Ich plane viel, strukturiere gerne und möchte gerne vieles perfektionistisch machen. Der Ansporn ist natürlich, immer besser zu sein. Nicht besser zu sein als die anderen, das wäre ja noch einfach, nein, besser zu sein  als ich sein möchte. Es ist manchmal wirklich schwierig meinen Zielen und Absichten gerecht zu werden. Und das macht mich für viele zu einem komplizierten Menschen. Ich denke viel, manchmal viel zu viel und je nach Thematik, kann mich das ganze schon die ein oder andere Nacht wach halten. Jeder hat seinen persönlichen Schweinehund. Die einen sind unmotiviert, zu faul, zu Stimmungsabhängig, andere finden keine …

Meine Minimalismus Challenge

Manchmal ist vieles einfach zu viel! Und trotz bester Bemühungen ist unser Leben, immer irgendwie komplizierter als gewollt. Bereits vor Jahren habe ich einen Vortrag zu Buch Simplify your Life  gehört und später dann auch selber in der Uni einige Referate im Rahmen eines Seminars zu diesem Thema gehalten. Auch wenn es viele nicht vermuten, ich bin eine Chaosqueen. Ob nun Kleiderschrank oder Schreibtisch, ich bin einfach chaotisch. Natürlich könnte man sagen, es ist nichts Schlimmes daran ein wenig unordentlich zu sein, den selbst Einstein sagte ja mal berühmter weise: Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos. (Albert Einstein) Jahrelang war das wohl eine meiner (nervigsten) Ausreden, gerade wenn es darum ging mein Zimmer aufzuräumen. Je mehr meiner Lebensjahre verstreichen, desto mehr habe ich gemerkt, das so ein wenig Ordnung nicht unbedingt das schlechteste ist, gerade wenn es um persönliche Bereiche geht. Natürlich ist ein schön organisierter Kleiderschrank toll, aber was bringt einem diese „Ordnung“, wenn man sie nicht auf das eigene Leben anwenden kann? Schöne Wörter wie „Life Balance“ schmücken die Überschriften …