No time for waste

76.Das ist die Zahl von Plastiktüten, die ein Mensch durchschnittlich im Jahr verbraucht. (Stand 2016)

Bei dieser Zahl sollte man dann lieber nicht weiter rechnen, was das wohl auf die Weltbevölkerung ausmacht.

Verständlich ist, dass wir nicht von heute auf morgen auf Plastik verzichten können, aber wieso sollten wir nicht versuchen, dort darauf zu verzichten, wo es uns eben möglich ist?

Alternativen gibt es jede Menge, den seien wir mal ehrlich, so einen Jutebeutel hat ja wohl jeder von uns zuhause.

Viele Unternehmen verzichten schon länger auf Plastikbeutel und der große Fortschritt, dass es seit dem 01.04.2016 keine kostenlosen Plastiktüten mehr gibt, muss befürwortet werden. Auch finde ich es toll, dass beispielsweise Rewe komplett darauf verzichtet und den Menschen Alternativen aufzeigt.

Irland gilt als Paradebeispiel dafür, dass die Methode funktionieren kann. Dort sank der Konsum von rekordhohen 328 Stück pro Kopf und Jahr nach Einführung spürbarer Gebühren von mehr als 40 Cent je Tüte auf vorbildliche 16 Stück.

Natürlich ist das nur ein kleiner Ansatz, aber eben ein Ansatz.

Erschreckend für mich ist, dass so viele Papierverpackungen im inneren mit Plastik verstärkt werden oder einen Plastikdeckel haben, wie Milchtüten. In Kleidung und sogar in Kosmetikprodukten findet sich sogenanntes Mikroplastik.

Kunstoff ist gefühlt irgendwie überall und allgegenwärtig.

Was man dagegen tun kann?

Auch der weiteste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt.

Ich versuche in meinem Alltag stark darauf zu achten, Plastik vor allem nicht doppelt zu kaufen oder mein Gemüse oder Obst, dass ja eine natürliche Verpackung hat nicht, noch einmal ein zu tüten. Wir kaufen Nachfüllpacks und trinken beispielsweise gefiltertes Leitungswasser. Anstatt von Alufolie, greifen wir zu Mehrwegbehältern.

Auch für meinen heißgeliebten Nespresso- Kaffee habe ich eine umweltfreundliche Alternative, der ich aber ganz bald einen eigenen Beitrag widmen möchte.

Der wichtigste Punkt ist aber, das wir Plastik einfach nicht als Massenware ansehen dürfen und schon sind wir definitiv einen Schritt weiter.

Hier also meine Tipps für weniger Plastik:

  • Einfach einen Beutel, Körbchen, Rucksack zum einkaufen mitnehmen

 

  • Viele Bäcker/Coffe Shops etc. bieten den Service an den Kaffee to go in einen eigenen Becher abzufüllen, anstatt Einweg-Becher zu benutzen. Auch kann das Brot/Brötchen die man kauft in einen Brotbeutel gepackt werden.

 

  • Bei Kosmetik auf Inhaltsstoffe achten.Produkte, Mikroplastik enthalten können sind: Peelings und Gesichtsreiniger, Gesichtspflege (z. B. Tages- oder Antifalten-Cremes, Waschgel, Lotions etc.), Duschgel und Pflegebäder, Puder, Makeup, Concealer bzw. Rouge, Shampoo, Conditioner und Styling Cremes, Lidschatten, Mascara, Eyeliner, Augenbrauenstifte, Lippenstifte, Lipgross und Lipliner, Körperpflegeprodukte, Sonnencreme, Fuß- und Handpflegeprodukte, Rasierschaum und After Shave sowie Deodorants.

 

  • Müll sammeln und trennen. Auch wenn es manchmal umständlich ist: Beim Müll das Plastik von den anderen Materialien trennen, damit sich dieser Wertstoff wieder verwerten lässt.

 

  • Reparieren oder upcyclen. Nicht immer muss gleich alles in die Tonne. Auch manche Plastikgegenstände lassen sich reparieren oder können ein neues Anwendungsgebiete finden.

 

  • Abgepackte Nahrungsmittel kann man vermeiden, wenn man vor allem frische Sachen in Bioläden und auf Märkten einkaufst und sie in mitgebrachten Beuteln, Dosen und Gläsern transportiert.

 

  • Hinterfragen und Alternativen suchen. Meistens ist die Antwort ganz simpel und einfach und spart in den meisten Fällen sogar Geld.

 

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2 Comments

  • Geri Amazon

    März 22, 2017 at 10:59 am

    Toller Beitrag und ich bin da voll und ganz deiner Meinung.Wir alle können soviel gegen diesen ganzen Plastikmüll tun. Ich trinke zb nur noch Leitungswasser weil diese Plastikpfandflaschen für mich einfach Unsinn sind. Tüten benutze ich seit Jahren nur noch aus Stoff und auch so versuche ich umweltfreundlicher zu denken.

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  • *thea

    März 23, 2017 at 1:21 pm

    Schön, dass du das Thema aufgreifst – ich „faste“ mittlerweile seit fast einem Jahr Plastik – und was einem erstmal fast unmöglich vorkommt, klappt mittlerweile doch ganz gut – vor allem Beim Lebensmitteleikauf. Liebe Grüße *thea

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