Landleben – mit Weste und Karohemd

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Mein Mann und ich stehen morgens immer pünktlich auf, denn unsere beiden Hunden möchten ja gerne einen Spaziergang. Auf Rügen war das tatsächlich nicht anders und ich muss sagen, ich finde es gar nicht schlimm. Früher war ich ein richtiger Langschläfer. Meistens bin ich am Wochenende nicht vor 11 Uhr aus dem Bett gekommen. Dann kam der kleine Wookiee und vieles änderte sich, auch wenn er nicht der Hund ist, der morgens unbedingt um 6 Uhr raus möchte beziehungsweise wie andere Hunde voller Freude darauf wartet, dass Frauchen und Herrchen endlich wach werden, so war es trotzdem eine Veränderung für mich und meinen Tagesablauf.

Die senile Bettflucht erreichte uns natürlich auch im Urlaub und so waren wir auch immer fast die ersten am Frühstücksbuffet. Von unserem Appartement aus mussten wir einmal quer über die Wiese zur Hotelanlage und damit auch zur Hofküche laufen.

 

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Jeden Morgen wurden wir von einem Hahn geweckt, den ich einfach Mal Oskar getauft habe. Direkt neben unserem Häuschen wohnte Konrad, ein Pony, dass uns jeden Morgen mit einem Wiehern begrüßte.

Ihr seht also, Landleben pur.

Auf der Hälfte der Strecke gab  es zudem einen kleinen Streichelzoo mit Kaninchen und Ziegen, eine wirklich tolle Idee für Kinder und direkt am ersten Morgen lief ich hüpfend und singend über die Wiese.

Ich hab ein Haus, ein Äffchen und ein Pferd und Jeder, der uns mag, kriegt unser 1 x 1 gelehrt.

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Und tatsächlich könnte ich mir nichts schöneres vorstellen, als irgendwann in einem großen Haus mit viel  Garten und Land darum, zu wohnen. Einen halben Zoo, haben wir mit unseren beiden Meerschweinchen und Hunden ja fast.

Viele von euch wissen oder haben es zumindest schon auf Instagram mal gelesen, wie sehr ich die Heimat meines Mannes, Ostfriesland liebe! Für mich ist es dort Idylle pur und würden wir dort Jobs bekommen, würde ich ohne eine Minute nachzudenken sofort hinziehen.

Ich bin zwar in einer Kleinstadt aufgewachsen, durch meine jahrelange Reiterfahrung, Bauernhof-Urlaube, Reiterferien und Zeltlager auf dem Land, weiß ich, dass darin auch viel Arbeit steckt und sehe das alles andere als blauäugig. Tatsächlich bedeutet unser kleines Haus mit unserem kleinen Zoo schon jede Menge Arbeit und Verantwortung, denn man kann nicht einfach spontan einen Urlaub buchen, sondern es Bedarf vieler Gedanken und Planung. Trotzdem kann ich mir nicht schöneres vorstellen, als das ganze irgendwann mal zu vergrößern, noch einen großen Hund zu haben, eine Katze, die ich Yoda taufen würde, Hühner, Kaninchen und vielleicht sogar ein oder zwei Ponys und Ziegen. Mit einem großen Gemüse- und Obstgarten, sodass wir, wie jetzt schon auch, nur in größer, eigenen Salat und Erdbeeren etc. essen könnten.

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Ich bin in einer kleinen 3 Zimmer-Wohnung groß geworden, in einer Wohnblock-Siedlung ohne Garten. Das würde ich für unsere Kinder nie wollen. Mein Traum, der mittlerweile auch unser Traum geworden ist, sieht auch ein wenig Landleben vor, denn es macht uns beide einfach glücklich an der frischen Luft zu sein.

Auch träume ich von einer großen Terrasse oder Veranda, wo mein Mann und ich abends in unserer Hollywoodschaukel sitzen und unseren Ostfriesentee trinken.

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Was ist mit euch? Stadtkind oder Landei? Und wo würdet ihr am liebsten wohnen, wenn ihr es euch aussuchen könntet?

Die Karo-Bluse ist im übrigen von GAP , die wunderschöne Weste, wie das Oberteil habe ich von Cecil zur Verfügung bekommen. Die Hose ist uralt von H&M und die wunderschönen Gummistiefel habe ich von meinen Schwiegereltern zum Geburtstag geschenkt bekommen.




4 Comments

  • Tatjana

    Oktober 12, 2016 at 11:45 am

    Das sind schöne Träume 🙂 Ich hoffe, sie werden für euch bald wahr. Ich habe immer wieder von was anderem geträumt 😉 Also Jugendliche von der Stadt (war Landkind) und bin nach München gezogen. 10 Jahre später wurde es wieder ländlicher. Jetzt haben wir einen grossen Garten und eine 4 Zimmerwohnung auf dem Land. Alles andere ist in der Münchener Umgebung zu teuer. So gefällt es uns total gut.
    Liebe Grüsse
    Tatjana

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  • Ines Jana

    Oktober 12, 2016 at 11:51 am

    Ich habe früher auf dem Land gewohnt, bin dann in eine größere Stadt gezogen und fand die kurzer Wege ganz toll.
    Dann wollten wir bauen und haben uns für ein Grundstück in einem Dorf , 11 km vor der Stadt, entschieden. Natürlich auch aus Kostengründen.
    Erst war ich etwas skeptisch, aber jetzt genieße ich es, hier , zu leben. Hier kann ich entspannen, mit meinem Herzmann im Schlafanzug auf der Terasse sitzen und die Vögel zwitschern hören. Der Job ist stressig und hier schalten wir ab. Kann Dich total verstehen.

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  • Maike

    Oktober 12, 2016 at 8:10 pm

    Wie du weißt komme ich aus Ostfriesland und finde es auch wunderschön hier! Ich würde nie nie niemals in die Stadt ziehen wollen. das wäre gar nicht für mich.
    Mein Traum ist es ein kleines Haus in einem Dorf zu haben, in dem man die wichtigsten Dinge (Lebensmittel, Apotheke, Arzt, Bäcker) hat. Aber sonst halt schön fein klein.

    Am allerliebsten würde ich allerdings in die Berge, in einen Ort an die Berge. Aber das sieht mein Freund leider ganz anders. Aber ich kann mich auch weiterhin mit Ostfriesland zufrieden geben, hauptsache Landleben!!! 🙂

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  • Franzi

    Oktober 16, 2016 at 3:25 pm

    Wunderbare Fotos, ich lebe ja weiterhin auf dem Land, bin aber der Stadt nach wie vor treu und gerne in Großstädten unterwegs, ich glaube aber auch es wäre zu laut für mich! 😉 Ich denke beides hat seine Vor- und Nachteile, wo es mich letztlich mal hin verschlagen wird, wird die Zeit mit sich bringen!
    Liebe Grüße

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