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Bloggerlife – Home Office – die Tücken des Bloggens

Oh wie toll du arbeitest von zuhause aus?

Dann brauchst du ja gar nicht früh aufstehen und kannst den ganzen Tag im Schlafanzug arbeiten.

Kommst du dann eigentlich noch aus dem Haus? Ich würde ja die ganze Zeit auf der Couch arbeiten.

Und wie viel verdient man damit? Dann bist du ja dauernd auf Events?

Musst du dir überhaupt noch Klamotten kaufen? Du kriegst ja alles zugeschickt. Gehst du dann auch zur Fashion Week?

So eine einfach Arbeit hätte ich auch gerne…..

Vorurteile gegenüber Bloggern gibt es definitiv genug und das Thema: Home Office ist sicherlich auch so eine Sache.

Blogger sein ist doch einfach toll, man sitzt den ganzen Tag zuhause rum, bekommt tausende von Päckchen, macht vielleicht hier und da noch ein Foto und das wars.

Wenn es wirklich so wäre, mache ich irgend etwas falsch.

Mein Tagesablauf beginnt um 6.15 Uhr. Ich stehe mit meinem Mann auf, wir frühstücken und dann wird natürlich der Zoo versorgt. Sobald mein Mann um 07.30 Uhr das Haus verlässt, setze ich mich an meine Arbeit.

Das heißt ich gehe in mein Arbeitszimmer, schalte meinen Laptop an und durchwühle meinen Social Media Dschungel. Dabei habe ich ein festes Vorgehen, was ich zuerst mache und schreibe mir parallel auf, was ich schon erledigt habe.

Danach beantworte ich fleißig Emails, führe Telefonate, suche neue Kooperationspartner und versuche mich in den Bereichen up to date zu halten, die für meinen Blog wichtig sind.

Meine Sachen für die Uni müssen auch erledigt werden und so kann schnell mal ein ganzer Vormittag rum gehen.

Ich bearbeite Bilder, sortiere sie, überarbeite meinen Redaktionsplan und versuche meinen Blogkalender zu füllen. Rechnungen werden geschrieben und nebenbei trudeln immer wieder Emails ein.

In meiner Pause, schaue ich bei meinen Lieblings-Social-Media-Kanälen, also Instagram und Pinterest vorbei. Wenn ich einen interessanten Blogbeitrag auf Facebook entdecke wird der natürlich gelesen und kommentiert.

Schwupps, ist dann Mittag und nach einer Gassi Runde mit dem kleinen Wookie, wird es für mich meistens Zeit mich für die Uni vorzubereiten, bevor ich dann los muss.  Ich habe meinen Stundenplan so gelegt, dass ich meistens ab 14.00 Uhr zur Uni muss. Im Bus beantworte ich dann wieder Emails, oder poste ein Bild.

Nach der Uni komme ich nachhause und mache mich weiter an die Arbeit. Ob nun etwas fürs Studium, für den Blog oder eines meiner anderen Projekte. An Arbeit mangelt es mir nicht.

Gegen 17.30 Uhr ruft mein Mann an, dass er nun losfährt und gegen 18.00 Uhr mache ich dann Feierabend. Nun ja so fast, den dann schaue ich nochmal in meiner Social Media Welt vorbei und der Tag nimmt langsam sein Ende.

Nebenbei führe ich noch einen Haushalt, kümmere mich um unseren Garten und Zoo, und versuche meinen Freunden eine gute Freundin zu sein. Ein Hobby habe ich schon lange nicht mehr, den was ich lese ist entweder für die Uni oder für den Blog.

Als Blogger hat man keinennine to five Job, wie es so schön heißt, denn wenn mir um 20 Uhr etwas durch den Kopf geht, schreibe ich es auf oder schicke noch eine Email raus.

Natürlich ist es toll, nicht „raus“ zu müssen, beziehungsweise sein eigenes kleines Büro zu haben. In den letzten Wochen, als ich noch einem normalen Bürojob nachging, hat das aber auch einfach Spaß gehabt und ich bin ein wenig neidisch, auf die Menschen die einen solchen Job haben, auch wenn ich für mich einfach festgestellt habe, dass ich mit so einer Kombination, wie ich sie jetzt habe, am glücklichsten bin.

Es erfordert viel Disziplin und auch Ehrgeiz von zuhause aus zu arbeiten und natürlich freue ich mich sehr wenn der DHL Mann klingelt. Das ich aber nur noch Sachen geschenkt bekomme, ist ein großer Irrtum. Ich investiere viel Zeit in Networking und Marketing.

Ich mache mir Gedanken und bin für meine Ansprechpartner immer zu erreichen. Am Wochenende habe ich nicht wirklich frei, denn was ich unter der Woche für die Uni nicht erledigt bekomme, muss natürlich dann gemacht werden und Fotos, beziehungsweise Fotoshootings, werden halt auch mal an einem Samstag um 8 Uhr gemacht.

Zum Glück habe ich ab August Semesterferien und dann werden ein paar bezahlte Projekte dazu kommen, die meinen Blog nicht tangieren. Die Arbeit als Freelancer ist spannend, aber auch anstrengend und immer wieder von Auftrag zu Auftrag ein kleiner Nervenkitzel.

Ja, mein Arbeitsleben ist spannend, aber definitiv nicht „einfacher“ als normale Arbeit.

Vielleicht etwas anders, weil ich eben mein „eigener“ Chef bin, aber glaubt mir so nett bin ich zu meinen Mitarbeitern auch nicht immer.

 

 

13 Comments

  • Jessika

    Juli 11, 2016 at 7:38 am

    Hallo Hanna,

    ich arbeite nun seit über einem Jahr ausschließlich im Home Office und genieße es nach wie vor in vollen Zügen. Klar muss man sich hin und wieder rechtfertigen und gegen Vorurteile ankämpfen, aber ganz viele Aspekte stimmen tatsächlich: Ich habe viele Freiheiten, keinen Arbeitsweg (was unendlich viel Zeit spart) und muss mich für niemanden „aufstylen“.
    Außerdem muss ich zugeben, dass ich es mir aktuell überhaupt nicht vorstellen kann, wieder „normal“ im Büro zu arbeiten. Ich habe mich echt sehr an all die Vorzüge gewöhnt 🙂

    Liebe Grüße,
    Jessi

    Antworten
  • Rika

    Juli 11, 2016 at 7:51 am

    Schöner Artikel und sehr schöne Gegenüberstellung von Klischee und Realität.
    Leider habe ich oft das Gefühl, dass einem das dennoch nicht geglaubt wird. Das ist ähnlich wie mit dem Thema, dass man auch kritische Kooperationsbeiträge verfassen kann. Da kann man auch 100x sagen, dass es wirklich die Meinung des Bloggers ist und nicht eine „gekaufte“- viele glauben es doch nicht. Aber wer nicht will, der hat schon, ne? 😉

    Liebst, Rika

    Antworten
  • Evy

    Juli 11, 2016 at 11:02 am

    Unschön fand ich einen Artikel im Spiegel, indem erklärt wurde, dass Unfälle im Home-Office nicht als Arbeitsunfälle zählen. Es kommt sicher auf die Details an, aber… so toll klingt das nicht.

    Antworten
  • Anna

    Juli 11, 2016 at 1:45 pm

    Wie bei Facebook schon geschrieben, find ich den Artikel echt gut gelungen. Du zeigst, dass es nicht immer nur „zu Hause hocken, Geschenke bekommen und Spaß haben“ ist. Aber ich muss ehrlich sagen, dass für mich diese „vermeintlich negativen“ Argumente so gar nicht ins Gewicht fallen, weil ich so alle Freiheiten der Welt habe. Ich kann mir meine Zeit selbst einteilen, arbeiten von wo ich will und dabei auch noch tolle Orte bereisen und spannende Menschen kennenlernen. Das ist für mich persönlich der schönste Job der Welt und somit sehe ich das andere gar nicht. Zum Geld verdienen gehört immer ein wenig Disziplin und Arbeitsmoral dazu, aber wenn die Umstände stimmen, dann macht man das doch mit Links. 😉

    Ich hoffe, dass es für dich auch der Weg ist, der dich glücklich macht und du bald die „negativen“ Dinge nicht mehr siehst, bzw. das Positive einfach überwiegen wird!

    Ich finde es einfach wichtig, dass jeder für sich entscheidet, was der richtige Weg ist und sich in kein Schema pressen lässt – wenn man Spaß an der Arbeit hat, dann fühlt sie sich nicht mehr wie Arbeit an und das ist das Allerschönste, was passieren kann! Ich drück dir die Daumen!

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Passau!

    Antworten
  • Maria

    Juli 11, 2016 at 2:59 pm

    Liebe Johanna,

    ein schöner Artikel, der mir aus der Seele spricht.

    Ich habe auch immer wieder das Problem, das Freunde oder Familie komisch schauen, wenn ich sage, dass ich von zu Hause aus arbeite und mit dem Bloggen bzw. der Freiberuflichkeit mein Geld verdiene. Aber ich muss da auch meiner Vorposterin Rika recht geben, selbst wenn man für seine Leser so einen Artikel bringt, gibt es leider immer noch ein paar, die es anzweifeln oder einfach nicht verstehen. Aber so ist das eben…

    Hab eine schöne neue Woche. 🙂

    Liebe Grüße,
    Maria <3

    Antworten
  • Babsi

    Juli 12, 2016 at 10:52 pm

    Definitiv ein paar Argumente, die ich gut verstehen kann. Natürlich ist es nicht nur das Bloggen, durch das man seinen Hauptberuf von zu Hause aus ausüben kann.

    Tatsache ist ja jedenfalls, dass wir uns an einem großen Wendepunkt befinden, an dem es immer mehr Blogger, YouTuber, Designer etc gibt, die sich damit ihren fixen Lebensunterhalt finanzieren können. Auf der anderen Seite ist das natürlich nicht bei jedem der Fall und die Vorurteile sind und bleiben groß. Das wird man mit einem solchen Blogeintrag leider auch nicht abschaffen können.

    Im Endeffekt ist es doch bloß ausschlaggebend, dass es für dich passt. Die Leute muss man reden lassen, es hilft ja sowieso nix. Sie da ständig zu korrigieren und ihnen zu erklären, wie viel Arbeit mit dem eigenen Job verbunden ist, obwohl man „von daheim aus im Pyjama arbeiten kann“, finde ich fast noch mühsamer, als die Kommentare selbst zu hören… 🙂

    Antworten
  • Mr. Stronger

    Juli 15, 2016 at 10:04 am

    Moin Moin,

    Wenn man selbst nicht Blogger ist, dann ist es Schwer nachzuvollziehen wie viel arbeit in einem Blog steckt. Mein Tippt nicht einfach mal eben etwas runter und Postet dieses dann, da steckt viel arbeit, Überlegung und Planung drin.

    Dein Artikel gefällt mir gut & ich drück dir die Daumen für das Studium. Auf Dich und all das was du unter einen Hut bekommen musst.
    Viele Grüße
    Mr. Stronger von http://secret-music-blog.blogspot.de/

    Antworten
  • Jessi

    Juli 15, 2016 at 2:27 pm

    Hallo Hanni,

    mir sprichst du auch aus der Seele! Durch die Medien und die wenigen Super-Blogger, die dort immer gezeigt werden, haben wir mit sehr vielen Vorurteilen zu kämpfen. Auch im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis muss ich mich und meine Arbeit ständig erklären (Nerv-Faktor sehr hoch). Durch die Arbeit von zu Hause aus meinen auch ständig alle mal spontan anrufen zu müssen; man ist ja da und hat Zeit… oder man kann ja auch schnell mal für jemanden nach XY fahren und etwas erledigen… Trotz dieser ganzen Nervensägen möchte ich mit einem normalen Arbeitnehmer nicht tauschen; die Vorteile überwiegen für mich!

    Liebe Grüße,
    Stil-Helferin Jessi

    Antworten
  • Alex

    Juli 15, 2016 at 9:38 pm

    Ich kenne das – auch, wenn ich weit davon entfernt bin, mich mit meinem Blog selbstständig zu machen oder so, denn dafür ist er einfach zu klein, und ehrlich gesagt kann ich es mir im Moment auch nicht vorstellen, mein eigener Chef zu sein. Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die ziemliche Vorurteile haben, und wenn sie dann feststellen, dass ich das Ganze eben nicht hauptberuflich mache, sondern neben einem Vollzeitjob, und nicht so viele Follower habe wie vielleicht so manch anderer Blogger, werde ich gar nicht mehr ernst genommen. Aber ich habe Respekt vor allen, die das so schaffen, ich könnte es nicht!

    Liebe Grüße aus New York,
    Alex

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  • Fashionqueens Diary

    April 20, 2017 at 4:52 pm

    Das kenne ich alles nur zu gut! Die ganzen Kommentare, wie viel Zeit man doch als Selbstständige im Home Office hätte ect.
    Nur dass man, wenn man tagsüber unterwegs ist, auch nach 18 Uhr noch im Office sitzt oder eben Sachen am Wochenende macht – während alle anderen am Freitag ab 15 Uhr das Büro verlassen, das sehen die wenigsten^^ Trotzdem liebe ich meinen Job und kann mir ein Leben als Angestellte nicht mehr vorstellen 🙂

    Antworten

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