Mein erstes Semester

Meine Klausuren sind durch und unglaublicher Weise somit mein erstes Semester an der Universität Potsdam. Gerade war doch erst Oktober, ich habe an meinem Stundenplan gebastelt und mich durch die Studienordnung gequält. Nette Leute kennen gelernt, Zeit in der Mensa und Bibliothek verbracht und nun heißt es: VORLESUNGSFREIE ZEIT, das heißt Übungsblätter abgeben, Hausarbeit schreiben, aber auch reflektieren wie mein nächstes Semester laufen wird und was ich vielleicht besser machen könnte.

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Nun ja, ich gebe zu, was das Studieren anbelangt bin ich ein alter Hase, aber auch ich war an meinen ersten Tagen an der Uni ziemlich nervös und orientierungslos. Viele meiner Kommilitonen kommen gerade erst aus der Schule, wohnen das erste Mal alleine und genießen ihre neue Freiheit in vollen Zügen. Und plötzlich kommen da tausend Fragen, wie beispielsweise sind Referate an der Uni ähnlich wie an der Schule? Wie schreibe ich eigentlich eine Textanalyse und wann fange ich spätestens mit dem Lernen an?

Mein erster Tipp war jedes Mal: Ruhe bewahren! Es ist meistens gar nicht so kompliziert, wie es sich eigentlich anhört. Fragt einfach nach und besucht am besten die Veranstaltungen die speziell für Erstsemester angeboten werden. Ehrlich gesagt, werden da die meisten Sachen von alleine geklärt und wenn nicht? Fragen, fragen und fragen. Ob nun eure Kommilitonen, Dozenten oder Gruppen bei Facebook. Niemand reißt euch den Kopf ab, wenn ihr mal etwas nicht wisst.

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Ich habe euch ein paar Tipps, die mir damals als auch heute immer sehr gut geholfen haben zusammen geschrieben und werde mich auch künftig öfter mit dem Thema #Studium, #Uni und #Lernen für euch auseinandersetzten.

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Meine Tipps für ein entspanntes Semester:

1.Lageplan ausdrucken

Egal ob zu Anfang oder Ende, so ein Lageplan ist immer ganz hilfreich, um sich auf dem Campus zurecht zu finden.

2. Studienordnung durcharbeiten

Vielleicht habt ihr sie euch schon angeschaut oder sogar schon ausgedruckt? In den nächsten Semestern ist sie eure Bibel: die Studienordnung. Einmal durchlesen ist Pflicht! Am besten ihr setzt euch wirklich mal mit den ganzen Modulen auseinander, um zu verstehen, welche Vorlesungen, Seminare und Tutorien zusammenhängen und wo genau ihr welche Prüfung schreiben müsst oder könnt.

3.Studienverlauf optimieren

Wenn ihr euch mir eurer Studienordnung auseinandergesetzt habt, schaut euch euren Stundenplan an. Vielleicht habt ihr das Glück und ihr habt einen sogenannten Modulverlaufsplan, der sich in die Veranstaltungen und deren Semester aufsplittet. Trotzdem würde ich euch empfehlen einen eigenen Studienverlaufsplan zu erstellen. Das Ganze kostet zwar ein wenig Zeit und Aufwand, aber ihr könnt euch einen Überblick verschaffen, was genau in den nächsten Semestern auf euch zu kommt.

4.Rechtzeitig da sein und einen Sitzplatz suchen

Ich muss zugeben, ich bin ja eh so der furchtbar überpünktliche Mensch, das heißt, dass ich meistens schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung auf dem Campus bin, obwohl ich quasi um die Ecke wohne. Der Vorteil? Bei Raumänderungen, Absagen etc. bin ich meistens die erste die Bescheid weiß und natürlich ihren Kommilitonen schreibt 😉 Aber auch so finde ich es ganz angenehm rechtzeitig an der Uni zu sein, den Raum zu suchen, einen Sitzplatz zu haben. Die übrige Zeit kann man ja mit Lesen oder einem netten Käffchen mit Freunden überbrücken.

5.Handy auf lautlos stellen und nicht andauern damit rumspielen

Ich gebe zu mir ist es auch passiert. Mein Handy war zwar lautlos, aber ich hatte vergessen meinen Wecker abzustellen, der mich eigentlich an etwas anderes erinnern sollte. Mitten im Seminar ging also mein Handy los und ich wäre am liebsten im Boden versunken. Leider geht es nicht allen so und das nervt ganz schön. Gerade in Vorlesungen sehe ich so viele Studenten, die andauernd auf ihrem Smartphone rum tippen. Ganz ehrlich, der Dozent merkt es eh und ihr schadet euch am meisten selbst damit. 90 Minuten ohne Handy müssten doch auch mal zu schaffen sein, oder?

6.Fehlzeiten beachten

An der Universität Potsdam wurde die Anwesenheitspflicht aufgehoben und ehrlich gesagt finde ich das auch ziemlich gut. Denn jeder ist für sich selber verantwortlich und manchmal gibt es Gründe nicht zu einer Veranstaltung zu gehen. Schade ist es natürlich schon, wenn man das Ganze zu sehr ausreizt, wie gesagt am meisten schadet ihr euch damit selber. Wer krank ist oder mal arbeiten muss ist natürlich entschuldigt, aber ihr solltet wirklich vorsichtig mit Fehlzeiten sein. Gerade in Seminaren mit kleiner Teilnehmerzahl fällt es dem Dozenten auf, wenn ihr mal fehlt.

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7.Kontakte knüpfen

Die Zeit an der Uni ist etwas ganz besonderes und ihr werdet schnell Kontakte knüpfen. Versucht viele Leute kennen zu lernen und auch Nummern auszutauschen. Solltet ihr dann mal Fragen haben, haben andere die wahrscheinlich auch und ihr könnt euch gemeinsam weiter helfen. Auch für Lerngruppen kann das ganz nützlich sein, aber auch ein Kaffee trinkt sich netter zu zweit als alleine und ihr werdet merken, dass es den anderen mit ihren Fragen und Problemem ähnlich geht wie euch.

8.passende Studienliteratur

Mitschriebe sind zwar nett, aber ihr werdet merken, dass die nicht immer ausreichen. Am Anfang der Lehrveranstaltung wird euch euer Dozent Literatur empfehlen oder auch eine Liste geben. Die ist nicht nur zum Abheften oder für später gedacht, sondern ihr solltet euch ein Buch pro Veranstaltung raus suchen und das nebenbei durcharbeiten. Natürlich müsst ihr nicht alle kaufen. Meistens sind gerade diese Bücher in der Bibliothek vorrätig oder stehen im Semesterapparat.

9.ehrlich zu sich sein

Das erste Semester oder die ersten Wochen sind um und irgendwie ist es nicht so wie ihr es euch vorgestellt habt? Vielleicht gäbe es ja doch noch was anderes oder die Veranstaltung war irgendwie doof? Lernen ist eigentlich so gar nicht meins und ich bin komplett überfordert? Ich bin durch die Klausur gefallen und was nun?

Eine Kommilitonin von mir meinte am Anfang des Semesters, sie wüsste nicht, ob studieren das richtige sei und hätte sich einfach mal beworben, die Zusage kam und sie dachte sich man könnte es ja mal probieren. Im Laufe des Semester merkte sie, wie wenig ihr das studieren liegt, war in der Studienberatung und fängt nun eine Ausbildung an.

Ein anderer Kommilitone von mir, wechselt nun das Hauptfach und auch ich überlege, ob ich vom normalen Bachelor auf Lehramt wechseln soll.

Und ganz ehrlich? Das ist mehr als normal! Jeder der euch was anderes einreden will, hat keine Ahnung. Gerade das erste Semester ist ein Prozess und ich kenne wenige, die das alles von vorne durchgezogen haben und leider viele, die in ihrem Studiengang geblieben sind und irgendwann vor einem großen Chaos standen.

Seid also ehrlich zu euch selbst! Äußert Zweifel, geht in die Studienberatung oder sprecht mit Freunden!

10.Genießen

Das Studium geht viel zu schnell vorbei. Gerade noch im ersten Semester, werdet ihr bald gefühlt eure Bachelorarbeit schreiben, also genießt es! Macht euch keinen zu großen Kopf! Seid einfach ihr selbst und genießt die Zeit an der Uni!

Jetzt seid ihr also optimal vorbereitet! Und wenn ihr Fragen habt, schreibt mir einfach oder hinterlasst mir einen Kommentar!

Und wenn ihr einen JOB braucht, dann schaut doch mal bei Jobmensa vorbei, den Link dazu findet ihr auf meiner Startseite!

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