• Home
  • /
  • Hochzeit
  • /
  • Meine Hochzeitskolumne – Teil 6 Die Geschichte zu meinem Traum- Brautkleid

Meine Hochzeitskolumne – Teil 6 Die Geschichte zu meinem Traum- Brautkleid

Jede Frau hat ihr Traumbrautkleid, denn irgendwie hat doch jede von uns sich doch schon einmal so in etwa Gedanken gemacht. Ein Traum aus Tüll, oder Spitze, in creme, ivory, champagner oder off white? Auf der Suche nach seinem Brautkleid, sollte man sich nur von einem leiten lassen: dem Gefühl.

Bildschirmfoto 2015-09-15 um 20.26.01

Bereits 2013, als gute Freunde von uns heiratet und mein Mann Trauzeuge war, entdeckte ich durch Zufall Johanne und Judith von Noni. Natürlich war für uns das Thema eigene Hochzeit noch ein wenig entfernt, wer hätte im Nachhinein gedacht, dass es doch so schnell geht, verliebte ich mich bei dawanda in die Eleganz und Einfachheit, die diese Kleider ausstrahlten.

Wir verlobten uns und plötzlich begannen wir unsere eigene Hochzeit zu planen. Wir fingen an uns durch Hochzeitszeitschriften zu blättern und Hochzeitsbücher gemeinsam zu lesen. Ich schaute mir die Brautkleider an und war alles andere als begeistert. Ich machte mir eine Liste mit Pro und Contra Punkten, die mein Kleid haben sollte. Also so was wie eher schlichte A-Linie, nicht ausgestellt, am liebsten mit irgendeiner Art von Ärmeln, aber nicht in Creme, vielleicht auch gar nicht ganz in weiß?

Hmm, das sieht ganz nett aus, aber könntest du dir mich in so einem Kleid vorstellen? fragte ich meinen Mann.

Hattest du nicht mal von irgendjemandem aus Köln erzählt der Brautkleider macht? Moni oder so?

Ich lachte: Noni, heißen die Schatz. Und ja die machen echt tolle Kleider.

Dann lass uns doch mal die Homepage von denen anschauen.

Gemacht, getan.

Mein Mann und ich setzten uns vor den Laptop und klickten uns durch die alten Kollektionen.

Die Kleider sind toll, meinte mein Mann. Schlicht, aber wunderschön! Genau wie du! Uh und schau mal, man kann die passende Krawatte für den Bräutigam dazu bestellen.

Puh, aber so ein Brautkleid ist ganz schön teuer, meinte ich, und wann kriegen wir es denn noch hin nach Köln zu fahren? Lass uns doch erst einmal die anderen Dinge planen, ein Brautkleid kriege ich schon irgendwie noch.

Aber das hier wäre echt was für dich!

Ich schaute es mir an und bekam Herzklopfen. Es war wirklich wie für mich gemacht und es erfüllte alle Kriterien, meiner ellenlangen Wie soll mein Brautkleid aussehen Liste.

Ich verwarf den Gedanken und wir planten weiter an unserer Hochzeit. Es wurde uns klar, dass wir die standesamtliche und die kirchliche Hochzeit Zeit versetzt machen wollten, also mit einem Jahr dazwischen. Das Kleid für unsere standesamtliche Hochzeit sollte kurz sein, am liebsten ein Petticoat, ein wenig 50er/60er jahre mässig. Wir haben es per Zufall bei Orsay gefunden und ich muss sagen, es war Liebe auf den ersten Blick. Mein Mann hatte es natürlich gefunden, als ich schon fast beschlossen hatte, mit einem weißen Hosenanzug zu heiraten.

Unsere standesamtliche Hochzeit, war so wie wir sie uns vorgestellt hatten. Eine wunderschöne Trauung, ein kleines aber feines Fotoshooting im holländischen Viertel in Potsdam. Danach lecker indisch Essen und Kaffee, Tee und Kuchen bei uns zuhause. Es war ein perfekter Tag und uns war klar, dass wir dieses gleiche Gefühl auch an unserer kirchlichen Hochzeit haben wollten.

Einige Zeit später durchstöberte ich das Internet nach Brautkleider. Eine Freundin hatte mir eine Seite gegeben, auf der man Brautkleider aus China bestellen kann. Natürlich waren da tolle Kleider dabei, doch bei keinem hüpfte mein Herzchen. Es kam dazu, dass ich auf Facebook der Seite der Nonis ein Like schenkte. Einige Tage später las ich, es würde im September einen Verkauf von Brautkleidern aus den alten Kollektionen geben und wenn man Fragen zu den Modellen hätte, solle man eine Email schicken. Ich überlegte nicht lange und schrieb eine Email, ob den auch das Modell, dass mir so gefiele in meiner Größe vielleicht dabei sei. Am Nachmittag flatterte die Email rein und ich muss zugeben ich war ziemlich aufgeregt, was mich erwartete. Als Studentin hatte ich auch nicht das Budget um ein teures Brautkleid zu kaufen,auch wenn ich natürlich weiß, das so ein Kleid seinen Preis definitiv wert ist. Es gab sie ( die Nonikleider haben alle weibliche Namen) nicht im Sale und ich war furchtbar enttäuscht. Als ich aus meinem Postfach gerade raus gehen wollte, sah ich eine weitere Email von Judith von Noni – mit einem Angebot für mein Kleid, bei denen ich muss es zu geben, mir plötzlich die Tränen der Freude runter kullerten.

Es war perfekt! Ich rief meinen Mann an und auch er freute sich total! Ich schrieb Judith zurück und einige Zeit später kam es dann wirklich. Ein großer Karton mit der Aufschrift NONI wartete bei meiner Nachbarin auf mich und ich konnte es kaum erwarten es anzuziehen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, mit was für einer Andacht mein Mann und ich das Paket öffneten. Ich zog sie heraus und sie war so furchtbar schön! Prompt musste sie natürlich angezogen werden und auch wenn sie hier und da noch ein wenig eng war, ich hatte mir vorgenommen für die Hochzeit etwas abzunehmen, war sie einfach perfekt. Ich hüpfte durch das ganze Wohnzimmer und fiel meinem Mann in die Arme. Heiratest du mich so? Strahlte ich ihn an. Ja, es ist wirklich perfekt!

Ein neues farbiges Band und eine passende Krawatte plus Einstecktuch wurden für meinen Mann bestellt und ich ließ das Band auswechseln. Als es dann fertig war, konnte ich es kaum glauben! Ich heirate in einem Noni Kleid, nein, ich heirate in meinem Traumbrautkleid!

An unserer Hochzeit konnte ich es kaum erwarten meine Emilia anzuziehen. Sie fühlte sich an wie eine zweite Haut und durch das marineblaue Band von dem Kleid Sophie, war sie zu meiner persönlichen „Hanna“ geworden.

Nun, hängt meine „Hanna“ im Schrank und jedes mal wenn ich sie ansehe, fange ich an zu strahlen, denn sie ist einfach perfekt. Und wer weiß vielleicht bekommt sie gekürzt und eingefärbt bald ihren zweiten großen Auftritt? Auf jeden Fall war es damals das richtige Gefühl, das mich zu ihr geführt hat und ich wünsche jeder Braut, dass es auch bei ihr so sein wird.

wpid-bild-14-von-834.jpg.jpeg wpid-bild-92-von-834.jpg.jpeg wpid-bild-122-von-834.jpg.jpeg

p.s. falls ihr noch einen humorvollen und grandiosen Fotografen für eure Hochzeit in Ostfriesland sucht, kann ich euch Thomas Frey von http://www.besonderes-festhalten.de/ nur ans Herz legen! Oder auch bei Facebook zu finden unter besonderes festhalten 🙂

Schreibe einen Kommentar

*